Landesvertretung der Beamtinnen/ Beamten und Angestellten in Forst und Naturschutz in Hessen


Termine:

Workshop ”Schutz und Nutzung im Wald” – Naturschutz und Forst am 22.03.2018 Ort folgt !

Kartellverfahren Holzverkauf 3.te Info

Foto: Thomas Appelt

Laufbahnprüfung gehobener forstwirtschaftlich-technischer Dienst im Herbst 2017

15 junge Damen und Herren absolvierten erfolgreich einen weiteren Schritt zum Eintritt in das Berufsleben!
In feierlicher Atmosphäre übergab der Abteilungsleiter Personal der Landesbetriebsleitung HessenForst, Herr Hans-Dieter Treffenstädt, am Nachmittag des 21. September 2017 im Haus „Lärche“ des FBZ Weilburg die Prüfungszeugnisse.
Nach einem Jahr Vorbereitungsdienst in hessischen Revierförstereien legten die Prüfungskandidatinnen und –kandidaten vom 24. bis 27.07.2017 im FBZ Weilburg den schriftlichen Teil der Laufbahnprüfung ab. Da die Themenstellung überwiegend durch die forstliche Praxis geprägt war, hat sich das bewährte Ausbildungskonzept im Landesbetrieb HessenForst auch in den positiven Ergebnissen der Prüfungsarbeiten widergespiegelt; die mittlere Punktzahl lag bei 9,41.
Mündliche Prüfung und Waldprüfung fanden am 20. und 21.09.2017 statt. Die Waldprüfung in zwei Revieren des Forstamtes Weilburg war gekennzeichnet durch straffe Organisation der Abläufe und ein Höchstmaß an Konzentration sowohl bei den Prüfer/innen als auch bei den Anwärter/innen. Zwei unterschiedliche Zirkel mit jeweils sechs Prüfungsstationen mussten absolviert werden. Die Praxisnähe der Prüfungsfragen und das umfassende Wissen der „Befragten“ zeigte sich in der mittleren Punktzahl von 10,24 erreichten Punkten.
Bei der mündlichen Prüfung, die parallel zur Waldprüfung im FBZ Weilburg stattfand, waren mehrere Prüfungsfächer zu drei Stationen zusammengefasst. Auch hier wurde, bedingt durch die Orientierung an im Vorbereitungsdienst erworbene Kenntnisse, ein respektables Ergebnis von durchschnittlich 9,93 Punkten erreicht.
Insgesamt wurde von den 15 Prüflingen sechsmal die Gesamtnote „gut“ und neunmal die Gesamtnote „befriedigend“ erreicht. Elf Prüfungsabsolventinnen und –absolventen die über der „9-Punkte-Grenze“ lagen, wurde ein Einstellungsangebot von HessenForst unterbreitet.
Die ersten drei der Ergebnisliste erhielten ein Buchgeschenk, überreicht vom Vertreter der IG BAU im Prüfungsausschuss.
Besonderer Dank gebührt dem Forstamt Weilburg und dem dortigen FBZ für die hervorragende Logistik, den beteiligten Mitarbeiter/innen der Personalabteilung der Landesbetriebsleitung und „last not least“ dem Prüfungsausschuss, der wieder einmal gezeigt hat, dass die Laufbahnprüfung eine ernste und wichtige Sache ist, die menschliche Seite hierbei aber nicht zu kurz ko
Arno Süssmann

Kartellverfahren Holzverkauf

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
so geht neoliberale Wirtschaftspolitik …

In Hessen muss jetzt auf Anordnung des Bundeskartellamtes eine neue Form der Holzvermarktung für den Betreuungswald über 100 ha Größe entwickelt werden. Es war schon länger absehbar, dass Veränderungen auf uns zukommen würden. Die Landesregierung hat versucht, durch die Umstellung der Beförsterungskostenberechnung diese Entwicklung zu vermeiden. Das Bundeskartellamt hat dies durchaus zur Kenntnis genommen; es reicht aber nicht aus, um der Vorstellung des Bundeskartellamtes zu genügen. Dieses möchte erreichen, dass durch eine größere Anzahl an Holz-Anbietern ein „vielfältigerer Markt“ sich entwickelt.
Wir bekommen jetzt vorgeführt, wie gnadenlos über alle Belange von Betroffenen hinweg gegangen wird, nur um dem Dogma der neoliberalen Wirtschaftspolitik zu genügen. Diesmal sind sowohl öffentliche als auch private Waldbesitzerinnen und –besitzer als auch Beschäftigten der deutschen Forstverwaltungen die Leidtragenden. Uns geht es jetzt so, wie vielen Entwicklungsländern schon seit langem: die Belange der Bevölkerung und die Beschlüsse ihrer demokratisch gewählten Regierungen interessieren gar nicht mehr, wenn es um die „Freiheit des Marktes“ geht. Das Gemeinwohl zählt nicht mehr…
Es ist erschütternd, mit welcher Selbstverständlichkeit erwartet wird, dass die Ansagen des Bundeskartellamtes umgesetzt werden müssen! Wer hinterfragt noch, ob dies wirklich im Sinne der Bevölkerung ist? Warum können sich auf der Holzkäuferseite weltweit agierende Konzerne immer weiter aufblasen ohne dass es zu einem Aufschrei der Kartellwächter kommt? Wie konnte es dazu kommen, dass der ominöse „Markt“ bestimmt, wie wir unsere Arbeit im Wald organisieren?
Da wir diese fragwürdigen Rahmenbedingungen momentan nicht ändern können, bleibt uns als IG B.A.U. nur, die Belange der betroffenen Beschäftigten immer wieder in den Vordergrund zu stellen. Wir sind im Landesforstausschuss mit drei (von sechzehn) Mitgliedern vertreten. Der Landesforstausschuss, als Beratungsgremium der Landesregierung, wird sich bis Ende 2017 auf eine Lösung einigen müssen, die möglichst schnell und ohne großen Organisationsaufwand umgesetzt werden kann. Da im nächsten Jahr Landtagswahlen anstehen, wird die Regierung mit Sicherheit kein Interesse daran haben, sich vorher noch irgendwelche umfassenden Umstrukturierungen im Forstbereich vorzunehmen.

Waldzertifizierung für alle!


Das waldreiche Bundesland Hessen will zum Vorreiter für nachhaltige
Waldbewirtschaftung werden. Die Zertifizierung von Wäldern nach dem derzeit
anspruchsvollsten freiwilligen Zertifikat soll ausgeweitet werden. 80 Prozent
ihrer Aufwendungen für eine FSC-Zertifizierung, können sich private und
kommunale Waldbesitzer aus Hessen vom Land zurückholen. Die
Antragsvoraussetzungen sind dabei denkbar einfach.

Info 02 / 2017 der Landesvertretung Forst Hessen

Die neue Info 02/ 2017 der Landesvertretung Forst Hessen