Landesvertretung der Beamtinnen/ Beamten und Angestellten in Forst und Naturschutz in Hessen


Aktuelles:

Absage Personalratswahlen 2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Personalrats- u. JAV-Wahlen 2020 werden wegen der Corona Pandemie vermutlich abgesagt!
Es folgt eine Verlängerung der Amtszeit der derzeit amtierenden Personalräte und JAVen bis längstens 31. Mai 2021 per Gesetzesgrundlage.
Es wird davon ausgegangen, dass das Gesetz über den Ältestenrat einer beschleunigten Beschlussfassung noch im März 2020 zugeführt wird.
Sowie das Gesetz veröffentlicht wurde, werden wir es hier verlinken.

Wichtige Entscheidung für den Wald im KlimawandelVerbände begrüßen die Vorverlegung der Jagdzeiten

Gemeinsame Pressemitteilung von
Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland LV
Hessen (BUND Hessen e.V.), Familienbetriebe Land- und Forst Hessen e.V., Hessischer Waldbesitzerverband
e.V., Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Landesverband der Berufsjäger Hessen e.V., Naturschutz-
bund Deutschland (NABU Hessen e.V.), Ökologischer Jagdverband Hessen (ÖJV Hessen)
Vollständige Stellungnahme als PDF zum Download

Bild: IG BAU Rhein-Main

Arbeitsaufteilung zwischen Personalrat und Gewerkschaft

Wer macht was?

Es ist für viele Kolleginnen und Kollegen völlig unklar, für welche Aufgaben die verschiedenen Personalräte zuständig sind und was die Gewerkschaft eigentlichen macht.
Deshalb möchten wir im Folgenden kurz die Unterschiede und Zuständigkeiten sowie die Schwerpunktaufgaben erläutern:

Örtliche Personalräte
Auf Ebene der örtlichen Dienststelle gewählt
Mitglieder können Gewerkschaftsmitglieder sein
Aufgaben:
Personalangelegenheiten in der Dienststelle (z.B. Einstellungen, Beförderungen, Arbeitszeitregelung, Arbeitsorganisation innerhalb der Dienststelle)

Gesamtpersonalrat (GPR):
Auf Ebene des Gesamtbetriebes HessenForst gewählt
Mitglieder sind in der Regel Gewerkschaftsmitglieder
Aufgaben:
Grundlegende Regelungen für mehrere Dienststellen bzw. den Gesamtbetrieb (z.B. Begleitung der Einstellungsverfahren, Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM), Geschäftsanweisungen, sobald sie Personalangelegenheiten betreffen)
Zuständig bei Angelegenheiten, bei denen sich die örtliche Ebene nicht einigen konnte: „Stufenverfahren“ (z.B. Einstellungen, Beförderungen, Umorganisation der Dienststelle)

Hauptpersonalrat (HPR)
Auf Ebene des Ressorts, zuständig also für die Bereiche Forst, Landwirtschaft, Naturschutz, Labore
Mitglieder sind in der Regel Gewerkschaftsmitglieder
Aufgaben:
Regelungen, bei denen politische Entscheidungen nötig sind, die über die betrieblichen Regelungen hinausgehen (z.B. Personalvereinbarung für den Landesbetrieb HessenForst)
Grundlegende Regelungen für mehrere Ressortsbereiche (z.B. Rahmenvereinbarung für das Betriebliche Eingliederungsmanagement, Rahmenvereinbarung für Betriebliches Gesundheitsmanagement)

Gewerkschaft IG B.A.U.
Tätig innerhalb und außerhalb der Personalratsebene
Innerhalb der Personalratsebene als Mitglieder der verschiedenen Personalräte
Außerhalb der Personalratsebene von den Mitgliedern beauftragt unabhängig tätig

Aufgaben außerhalb der Personalräte:
Tarifverhandlungen
Gespräche mit Ministerin, Staatssekretär, politischen Parteien
Öffentlichkeitsarbeit (Pressemitteilungen, Pressekonferenzen, Funk, Fernsehen)

Es wird deutlich, dass wir als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Möglichkeit haben, auf mehreren Ebenen zu entscheiden, wer sich an welcher Stelle für unsere Rechte einsetzt.

11.000 zusätzliche Forstbeschäftigte für Waldumbau nötig

Klimageschädigter Wald: IG BAU fordert massiven Personalaufbau im Forst

Mehr Fachleute für Deutschlands Wälder: Nach Einschätzung der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) sind bundesweit gut 11.000 zusätzliche Forstbeschäftigte nötig, um die Wälder vor erneuten Stürmen und Dürren zu schützen. „Bund und Länder haben zwar angekündigt, 800 Millionen Euro für die Aufforstung und das Anlegen von Mischwäldern ausgeben zu wollen. Doch dabei spielt der Personalaufbau in den Forsten bislang kaum eine Rolle“, kritisiert der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Harald Schaum.

Zwar hätten einige Landesforsten zusätzliche Stellen in der Branche angekündigt – die seien bisher allerdings meist befristet. „Wir brauchen keine Feuerwehr, die nach jedem Unwetter Schadholz aus den Wäldern holt. Der klimagerechte Umbau des Forstes – weg von Monokulturen, hin zum Mischwald – ist eine Mammutaufgabe, die sich nur mit zusätzlichen Fachleuten stemmen lässt“, so Schaum.

Nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft sind die Wälder stärker betroffen als bislang befürchtet. Stürme, Trockenheit, Waldbrände und der Borkenkäferbefall ließen demnach im vergangenen Jahr 160 Millionen Kubikmeter Schadholz anfallen. 245.000 Hektar müssen wiederbewaldet werden. Besonders stark betroffen sind Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Thüringen.

„Gerade in diesen Bundesländern müssen den Worten jetzt Taten folgen und rasch neue Fachkräfte eingestellt werden“, fordert Schaum. Sie seien die besten Garanten für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung. Nur so ließen sich die Folgen kommender Klimaschäden begrenzen.

Der Bedarf von gut 11.000 zusätzlichen Mitarbeitern in der Forstwirtschaft ergibt sich nach Angaben der IG BAU aus der Erhöhung des bisherigen Personalschlüssels um einen Beschäftigten mehr pro 1.000 Hektar Wald. In Deutschland gibt es 11,4 Millionen Hektar Wald.